Nepal 2018

Was für ein Abenteuer in einer so fremden und spannenden Welt. Viele Jahre spukte dieses Ziel in meinem Kopf rum und so beschloss ich dieses Jahr diese Reise zu machen. Hier die Stationen der Reise:

Tag 1 Frankfurt-Delhi-Kathmandu

Von Frankfurt aus ging es mit Air India und einem Zwischenstopp in Delhi nach Kathmandu. Nach einer sehr langwierigen Einreiseprozedur (2h) ging es dann endlich zum Hotel und nach einem Begrüßungs-Abendessen dann endlich ins Bett.

Tag 2 Kathmandu-Syange

Am nächsten Morgen wurde unser Gepäck auf einen Bus geladen und wir stiegen ein. Die Fahrt dauerte ca.6h (174km), dann gab es Mittag und wir stiegen in 2 Jeeps um, welche uns die unbefestigten Straßen zu unserer ersten Unterkunft fuhren. Die 2h waren schon sehr abenteuerlich…

Tag 3 Syange-Tal

Jetzt ging es endlich los und wir liefen nach dem Frühstück unsere erste Etappe. Da waren dann auch gleich 2 Hängebrücken, aber trotz anfänglichen Bedenken kam ich doch ganz gut darüber. Es ist so spannend immer wieder was Neues zu sehen und davon gab es eine ganze Menge. Mittag gab es in einem tibetischen Restaurant, wo wir uns dann auch gleich alle gegenseitig vorstellten. Gegen Abend erreichten wir die nächste Lodge in Tal. Die Zimmer sind einfach, aber sauber, ich hatte oft das Glück allein in einem Zimmer zu sein. Die sanitären Einrichtungen sind aber immer auf dem Hof bzw. außerhalb des Gebäudes.

Tag 4 Tal-Chame

Am nächsten Morgen ging es weiter zur nächsten Etappe. Es gab wie jeden Tag viel zu sehen, unter anderem sahen wir auch einen 7000er.

Tag 5 Chame-Upper Pisang

Der neue Tag startete mit besserem Wetter und einer wesentlich besseren Sicht. Auf der Etappe waren wieder einige Hängebrücken zu überwinden. Nach der Pause fing es etwas an zu regnen, konnte ich gleich die Regensachen probieren und habe sie nicht umsonst mitgeschleppt. Gegen Nachmittag erreichten wir die Lodge in Upper Pisang. Nachdem die Zimmer bezogen waren ging es noch etwas den Berg herauf zu einem buddhistischen Kloster, welches sehr interessant war.

Tag 6 Upper Pisang-Manang

Ich war sehr zeitig wach, zog mich an und lief ein Stück, da ich die Berge bei Sonnenaufgang fotografieren wollte. Es war unbeschreiblich schön, als die Sonne die ersten Bergspitzen in ihr Licht zog. Dementsprechend viele Bilder entstanden dabei 😉 . Die Tagestour war sehr schön, super Weitsicht und sehr schöne Fotomotive. Gegen Abend erreichten wir den Ort Manang, wo wir diesmal 2 Tage blieben.

Tag 7 Manang

Nach dem Frühstück lief die Gruppe vorbei an einem Gletschersee bergauf, das Ziel war heute die 4000m Marke zu knacken. Die Sicht war wieder so schön und wir sahen unseren ersten 8000er. Letztendlich erreichten wir sogar eine Höhe von 4220m und hatten da grandiose Ausblicke. Nach einer ganzen Weile ging es zurück nach Manang und ein Teil der Gruppe ging in eine Bäckerei. Dort gab es dann Kaffee und Kuchen vom feinsten, es gab sogar Schwarzwälder Torte. Derart gestärkt liefen wir anschließend zur Lodge.

Tag 8 Manang-Letdar

Von nun an ging es immer mehr bergauf, die Etappen wurden schwieriger, die Pausen öfter und die Luft dünner. Nachdem wir die Lodge in Letdar erreicht hatten gingen wir zur Akklimatisierung noch auf 4400m und wieder zurück.

Tag 9 Letdar-High Camp

Nach einer kurzen Nacht mit vielen Toilettengängen ging es nach dem Frühstück los. Wieder sehr schöne Aussichten und tolle Wege. Am Nachmittag erreichten wir das höchste Camp der Runde, das High Camp auf 4900m Höhe. Die Zimmer waren sehr spartanisch, kein Licht und kalt. Nachts waren -3°C im Zimmer, der Gang zur Toilette beschwerlich und dort war dann alles gefroren und glatt. Trotzdem konnte ich ganz gut schlafen. Wenn ich mich nachts gedreht habe merkte ich dann aber doch die Höhe.

Tag 10 High Camp-Muktinath

Um 5:30 Uhr liefen wir alle mit Stirnlampen los zur höchsten Etappe. Für die 500 Höhenmeter brauchten wir 3,5h mit vielen Pausen und ordentlich durchschnaufen. Die Luft wurde noch dünner. Nach einiger Zeit tauchte der Pass vor uns auf, mit 5416m Höhe der höchste Punkt der ganzen Tour! Wir beglückwünschten und umarmten uns, alle hatten es geschafft und wir waren sehr froh. Nach ca. 20min. machten wir uns wieder an den Abstieg, da wir nicht so lange in der Höhe bleiben wollten. Relativ schnell stiegen wir 1700m hinab und erreichten nach Zwischenstopps zum Mittag und in einem Kloster gegen Nachmittag Muktinath.

Tag 11 Muktinath-Jomsom

Bei schönstem Wetter ging es auf die nächste Etappe. Wieder unbeschreibliche Aussichten auf einen 8000er und sehr schöne Landschaften. Mittag aßen wir in einem ursprünglichen Dorf, so wie es da überall mal aussah bevor die Straßen kamen. Anschließend liefen wir lange durch ein trockenes Flußbett bevor wir ein Tal erreichten, was übersetzt Tal des Windes heisst. Es war dann auch sehr windig und wegen der Autos, die Staub aufwirbelten, lief ich viel mit einer Schutzmaske für den Mund. Nach einer endlosen Wanderung in dem Tal erreichten wir Jomsom.

Tag 12 Jomsom-Tatopani

Die heutige Tour fuhren wir mit dem Bus. Auf sehr abenteuerlichen Straßen (rechts Berghang, links ging es neben dem Rad 50m bergab) fuhren wir den größten Teil des Tages. Es war eine Herausforderung für Nerven und Bandscheiben ;-). Am Nachmittag erreichten wir Tatopani. Nach einer Stärkung ging es zu den heißen Quellen, wo ich Extrem-Relaxing machte. Dabei ging dann auch der Dreck der letzten Tage weg. Zum Abendessen saßen wir dann alle draußen, endlich mal wieder Wärme genießen.

Tag 13 Tatopani-Ghorepani

Nach dem Frühstück machten wir uns auf diese schwierige Etappe, viel Steigung und Treppen. Uns erschien der Weg endlos. Diese Etappe hatte alle am meisten gefordert und als wir dann kurz vor der Dunkelheit die Unterkunft erreichten und sahen trug das auch nicht zur besseren Laune bei. Viel zu groß, sehr hellhörig und nicht gerade einladend…

Tag 14 Ghorepani-Tikhe-Dhunga

Wir standen sehr zeitig auf und liefen im Dunkeln mit Stirnlampen hinauf zum Poon Hill. Mit gefühlten 500 weiteren Leute beobachteten wir den Sonnenaufgang inmitten einer fantastischen Bergarena. Es war sehr grandios anzuschauen. Unser nepalesischer Guide holte dann noch eine Flasche Schnaps raus und so trank jeder einen kurzen auf diese tolle Aussicht. Danach ging es zurück zur Unterkunft und nach dem Frühstück auf die nächste Etappe. Diesmal ging es endlos bergab, stundenlang Treppen herunter. Gegen Ende der Tour machte sich dann auch noch mein Knie bemerkbar und ich musste öfters pausieren. Letztendlich erreichten wir aber dann die Lodge. Nach dem Abendessen verabschiedeten wir unsere nepalesische Mannschaft, da diese am nächsten Tag nach Hause fuhren.

Tag 15 Tikhe-Dhunga-Pokhara

Auf der letzten, kurzen Etappe liefen wir 3h bis zur „Hauptstraße“, welche sich dann als Buckelpiste entpuppte. Ein Bus holte uns da ab und brachte uns nach Pokhara in ein richtig luxuriöses Hotel. Ich genoss das Zimmer, endlich Wärme und eine warme Dusche. Danach ging es noch in die Stadt zum Andenken kaufen und abends dann alle gemeinsam zum Essen.

Tag 16 Pokhara-Kathmandu

Gegen 5:30 Uhr fuhren wir mit dem Bus nach Kathmandu und brauchten für die 200km 7,5h! Wenn man bedenkt, dass es die Hauptverbindung zwischen den größten Städten des Landes ist…teilweise nicht mal asphaltiert. 13:00 Uhr erreichten wir unser Hotel. Nach einer kurzen Pause ging es noch in die Altstadt von Kathmandu und dann in den Tempelbezirk. Durch das Erdbeben von 2015 war dort eine Menge zerstört, teilweise wiederaufgebaut bzw. noch im Aufbau. Sehr interessant diese hektische Stadt zu erleben. Am Abend trafen wir uns alle zum offiziellen Abendessen und tranken auf die tolle Tour. Wir verabschiedeten uns auch von unseren 2 nepalesischen Guides.

Tag 17 Kathmandu-Frankfurt

Nach einem ausführlichen Frühstück fuhren wir zum Flughafen. Nach mehreren teils nervigen Kontrollen ging es dann über Delhi wieder zurück nach Frankfurt.

Es war ein sehr schöner, anstrengender und außergewöhnlicher Urlaub, der noch lange in meiner Erinnerung bleiben wird. Die Gruppe war perfekt, ich hatte selten so angenehme Reisepartner.

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